Serverprüfung — Dell PowerEdge R730

Datum: 06.08.2026 System: Dell PowerEdge R730, 8SFF Service Tag: 9PD4JN2 Betriebssystem: Windows Server 2025 BIOS: 2.5.5


1. Hyper-V

Status: geprüft, funktionsfähig

Prüfpunkt Ergebnis
Rolle Hyper-V Installiert
RSAT-Hyper-V-Tools Installiert
Hyper-V-GUI-Verwaltungstools Installiert
Hyper-V-PowerShell-Modul Installiert
Dienst vmms Running
Virtuelle Maschinen Keine vorhanden
Virtueller Switch vSwitch-Extern (External), gebunden an NIC2

Konfigurationspfade:

Anmerkung: Beide Pfade stehen auf den Standardwerten und liegen damit auf dem Systemvolume. Vor dem Deployment von VMs sollte ein separates Ziel gesetzt werden.


2. RAID-Konfiguration

Status: geprüft, Optimal

Controller: PERC H730 Mini (Status OK)

Virtual Disk

Eigenschaft Wert
RAID-Level RAID 5
State Optl (Optimal)
Access RW
Consistency Yes
Cache-Policy RWBD (Read Ahead, Write-Back, Direct IO)
Scheduled Consistency Check ON
Nutzkapazität 5,236 TB
Name Raid5

Physische Laufwerke

7 × Samsung MZ7LM960HMJP-00005 (960 GB SATA-SSD, PM863)

Slot Größe Typ State
32:0 893,75 GB SATA SSD Onln
32:1 893,75 GB SATA SSD Onln
32:2 893,75 GB SATA SSD Onln
32:3 893,75 GB SATA SSD Onln
32:4 893,75 GB SATA SSD Onln
32:5 893,75 GB SATA SSD Onln
32:6 893,75 GB SATA SSD Onln

Alle Laufwerke online, keine Fehler, kein Hotspare konfiguriert.

Batterie (BBU)

Eigenschaft Wert
Battery State Optimal
Relative State of Charge 100 %
Voltage 3948 mV
Temperature 38 °C
Cycle Count 0
Replacement required No
Is SOH Good Yes

Write-Back-Cache ist aktiv und durch die intakte BBU abgesichert.

Weitere Speicher-Hardware


3. Treiber

Status: geprüft, NIC-Treiber aktualisiert

Ausgangslage

Get-PnpDevice meldete keine Geräte mit Fehlerstatus. Es fehlte kein Treiber; NIC und PERC liefen jedoch mit Windows-Inbox-Treibern (erkennbar am Platzhalterdatum 2008 bzw. 2016).

Komponente Version vorher Datum vorher
QLogic BCM57800 7.13.155.102 2008-05-13 (Inbox)
PERC H730 Mini 6.604.6.0 15.06.2016
Emulex LightPulse HBA 12.6.165.8000 aktuell

Durchgeführte Maßnahme

Marvell FastLinQ 57800 Series Ethernet Driver, Version 35.35.03 Paket: Network_Driver_KVF4M_WN64_35.35.03_A00-00.EXE Quelle: https://www.dell.com/support/home/de-de/drivers/driversdetails?driverid=kvf4m

Der Dell Update Package-Wrapper verweigerte die Ausführung unter Windows Server 2025 („cannot be executed under the current operating system"). Umgehung:

.\Network_Driver_KVF4M_WN64_35.35.03_A00-00.EXE /s /e=C:\temp\nic
cd C:\temp\nic\payload
.\setup.exe

Bei der Komponentenauswahl wurden installiert: nur der Basistreiber. Abgewählt: QLASP (veraltetes Teaming, unter Hyper-V nicht supported), SNMP, CIM Provider.

Ergebnis

Komponente Version nachher Datum nachher
QLogic BCM57800 (NIC1–NIC4) 7.13.198.0 2021-07-07

Nach Neustart verifiziert:

Nicht durchgeführt

Komponente Begründung
PERC H730 Treiber/Firmware Boot-Controller, RAID Optimal, stabil im Betrieb — Update-Risiko ohne Anlass
Emulex HBA Version ausreichend aktuell, keine LUNs angebunden
Chipsatz Keine unbekannten Geräte im System
BIOS 2.5.5 Nicht Teil des Auftrags

Netzwerkkonfiguration (Ist-Stand)

Adapter Status Bemerkung
NIC1 Disconnected
NIC2 Up Trägt vSwitch-Extern, IP 10.0.50.10
NIC3 Disconnected
NIC4 Disconnected

Management und VM-Traffic laufen gemeinsam über eine einzige physische Verbindung. Kein Teaming, keine Redundanz.


Offene Punkte (außerhalb des Auftragsumfangs)

Punkt Bewertung
Zweites Netzteil ohne Stromversorgung LCD meldet Redundanzverlust; Server läuft, aber ohne PSU-Redundanz. Vor jedem BIOS-/Firmware-Flash zu beheben.
iDRAC nicht erreichbar Kein DNS-Eintrag, kein USB-Passthrough. Vermutlich Port unverkabelt. Kein Out-of-Band-Zugang vorhanden.
Kein Hotspare im RAID 5 Ein Schacht frei. Bei Plattenausfall bleibt der Verbund degraded bis zum manuellen Tausch.
SSD-Verschleiß nicht geprüft 7 SSDs gleichen Alters und gleicher Belastung; Wear-Level sollte kontrolliert werden.
BIOS 2.5.5 Stand von 2016, zahlreiche Sicherheits- und Stabilitätsfixes ausstehend.
Hardware-Support R730 hat den Dell-Supportzyklus erreicht; Windows Server 2025 ist auf 13G nicht zertifiziert.

Hinweis für den Betrieb

Bei sporadischen Netzwerkaussetzern in VMs ist VMQ die wahrscheinlichste Ursache:

Get-NetAdapterVmq | ft Name, Enabled, NumberOfReceiveQueues
Disable-NetAdapterVmq -Name NIC2

Mit dem aktualisierten Treiber ist dieses Problem deutlich unwahrscheinlicher als zuvor.


Kurzfassung für die Rückmeldung

Hyper-V ist installiert und läuft, aktuell noch ohne VMs, ein externer vSwitch ist eingerichtet. Das RAID ist ein RAID 5 über sieben 960-GB-SSDs am PERC H730, 5,2 TB nutzbar, Status Optimal, RAID-Batterie in Ordnung. Treiber waren alle vorhanden, es fehlte nichts. Der Netzwerktreiber lief noch auf dem Windows-Standardtreiber — den habe ich auf den aktuellen Marvell-Treiber gehoben, weil der Standardtreiber unter Hyper-V für Netzwerkprobleme bekannt ist. Server neu gestartet, alles läuft. PERC und HBA habe ich bewusst nicht angefasst — die laufen stabil, und beim Boot-Controller lohnt sich das Risiko ohne konkretes Problem nicht.

Falls er nachhakt, was noch offen ist:

Vier Punkte sind mir aufgefallen, gehören aber nicht zu meiner Aufgabe: Das zweite Netzteil hat keinen Strom, deshalb blinkt die Anzeige vorne orange. iDRAC ist nicht erreichbar, das Kabel steckt vermutlich nicht. Im RAID 5 ist kein Hotspare drin, ein Schacht wäre frei. Und das BIOS ist noch auf dem Stand von 2016.

Falls er fragt, ob etwas kritisch ist:

Nein. Nichts davon gefährdet den Betrieb gerade. Das zweite Netzteil und der fehlende Hotspare sind Redundanzthemen — die fallen erst auf, wenn etwas ausfällt.